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Beim Googeln im Internet zum Thema Businessplan heisst es meistens, dass ein Businessplan bei Neugründungen erstellt wird oder wenn man auf der Suche nach Kapital ist. Fast immer wird unter einem Businessplan ein Dokument verstanden, das nach einem genauen Raster erstellt ist. Zum Teil sogar unter Angabe der maximalen Seitenzahl.

 

Ein Businessplan ist aus meiner Sicht jedoch viel mehr. Erstens gibt es für einen Businessplan keine Formvorschrift. Im Prinzip kann man einen Businessplan also auch im Kopf haben. Ihn jedoch in eine schriftliche Form zu bringen, hat sehr viele Vorteile. Und wenn es mit dem Businessplan wirklich darum geht, Kapital zu beschaffen oder Geschäftspartner zu finden, ist ein schriftlicher Businessplan unumgänglich.

 

Ganz wichtig finde ich, dass es klar ist, dass ein Businessplan primär immer für sich selber verfasst wird. Er dient der Planung, der Überprüfung, der Klärung von Chancen und Risiken. Eine Anleitung zu einem Businessplan ist deshalb nichts anderes als eine Checkliste, zu welchen Themen sich künftige oder aktuelle Unternehmer, Verwaltungsräte, Geschäftsführer ihre Gedanken machen müssen.

 

In der Praxis nehmen sich die wenigsten Unternehmen regelmässig die Zeit, in einem regelmässigen Planungsprozess ein ausgefeiltes Businessplan-Dokument zu erstellen. Für einzelne Teile eines BP ist dies jedoch durchaus üblich und selbstverständlich: Finanzplanung, Liquiditätsplanung, Budget, Organigramm, Marketingplan. Anderen Teilen nimmt man sich meist nicht derart strukturiert und regelmässig an: detaillierte Analyse der Mitbewerber, Kunden, des Marktes oder des Standortes, um nur einige Beispiele zu nennen.

 

Wenn Sie einen Businessplan schreiben (müssen), überlegen Sie sich zuerst, was Sie damit erreichen möchten und wer der oder die Empfänger Ihres Dokuments sein werden. Verinnerlichen Sie sich diesen Gedanken und halten Sie sich vor allem den Leser Ihres Businessplans stets vor Augen. Wenn Sie zum Beispiel als versierter Marketingfachmann beim Thema Werbung, Webauftritt etc. zu weit ins Detail gehen, kann möglicherweise ein Banker nicht so viel damit anfangen, der mehr an Finanzzahlen interessiert ist und aus dem Businessplan ersehen möchte, wie Sie die Kreditzinsen und Amortisationsraten aufbringen können.

 

Wenn Sie sich stets vor Augen halten, was Sie bei wem erreichen möchten, schreiben Sie automatisch in einer verständlichen Sprache. Aus meiner persönlichen Erfahrung wird dann oft auch die Struktur eine andere, als sie von einer Vorlage vorgeben ist. Gestalten Sie also ruhig Ihr Dokument so, dass es für den Empfänger von Anfang bis Ende einen Roten Faden aufweist. Planen Sie Ihr Businessplan-Dokument, dessen Struktur und den Roten Faden bevor Sie zu schreiben beginnen. Und ganz zum Schluss schreiben Sie ganz am Anfang des Dokuments das Management Summary, eine kurze Zusammenfassung, die dem Leser kurz und knackig aufzeigt, warum er den Rest des Dokuments auch unbedingt lesen sollte.

 

Anleitungen, Checklisten, Vorlagen zu diesem Thema finden sich genügend im Internet und in Fachbüchern. Passen Sie diese auf Ihre Bedürfnisse an.

 

Mittlerweile gibt es Anbieter, die mit dem Slogan werben: „Lassen Sie Ihren Businessplan vom Profi erstellen“. Kleinere Unternehmen mit beschränktem betriebswirtschaftlichem Knowhow wenden sich gerne an ihren Treuhänder oder Steuerberater, der einen Businessplan für sie verfassen soll. Den grössten und wichtigsten Teil kann Ihnen jedoch nie jemand abnehmen. Sie sind der Profi, wenn es um Ihr Business, Ihre Geschäftsidee und um Ihre Visionen geht.

 

Trotzdem ist Hilfe und Unterstützung beim Verfassen eines Businessplanes wichtig. Weil das Auge mitliest, soll ein Dokument einladend gestaltet sein. Nachdem man Stunden lang am Dokument gefeilt hat, übersieht man möglicherweise Schreibfehler, Unstimmigkeiten, Widersprüche oder der Rote Faden ging verloren. Eine Schlussredaktion ist unbedingt nötig. Am besten durch eine Person, die nicht im Projekt involviert ist, stilsicher in der deutschen Sprache ist, Widersprüche erkennt, die aufgeführten Zahlen plausibilisieren und nachrechnen kann. Idealerweise wird eine in Sachen Businessplänen erfahrene Person relativ früh im Prozess als Sparringpartner, Tippgeber und Unterstützer hinzugezogen. Sie kann rechtzeitig eingreifen, wenn der Rote Faden oder der Schreibstil nicht auf den Empfänger abgestimmt ist.

 

In den letzten über 20 Jahren habe ich unzählige Businesspläne selber verfasst, redigiert, plausibilisiert, Verbesserungsvorschläge unterbreitet und Tipps gegeben. Ich bin nicht der Profi Ihres Businessplanes, das sind immer Sie selber. Aber vielleicht kann ich Sie mit meiner grossen Erfahrung irgendwie unterstützen.

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